24-Stunden-Wache am 28. und 29.08.10

Dass freiwilliger Dienst bei der Feuerwehr ganz schön anstrengend sein kann, das haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Ebern, Fischbach, Reutersbrunn, Eichelberg, Unterpreppach und Eyrichshof am Wochenende erlebt. 24 Stunden lang haben sie, ähnlich wie bei einer Berufsfeuerwehr, am Feuerwehrgerätehaus in Ebern verbracht.

Inzwischen im vierten Jahr in Folge hatten die Verantwortlichen unter der Federführung von David Pfeufer (FFW Ebern) und den Jugendwarten der beteiligten Feuerwehren ein anspruchsvolles Übungs- und Einsatzprogramm auf die Beine gestellt. Von Samstag- bis Sonntagmorgen hatten dabei 31 Mädchen und Jungen ihre Jugendfeuerwehr-Schutzausrüstung angelegt.

Einen Besuch stattete dem Feuerwehrnachwuchs auch amtierende Bürgermeisterin Gabriele Rögner ab; sie begrüßte die Kinder und Jugendlichen in einer Halle des Bauhofes, wo sie ihre "Wache" bezogen und nachts auch übernachtet hatten. Rögner machte deutlich, wie wichtig es sei, den Nachwuchs schon in jungen Jahren an den ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr heran zu führen. So lernten die Mädchen und Jungen schon von Kindesbeinen an, was es heißt, sich freiwillig für Mitmenschen zu engagieren und dabei hohe Verantwortung zu übernehmen. So würden sie an ihren Aufgaben wachsen und ihr Selbstbewusstsein werde gestärkt. Am Nachmittag beobachtete die Bürgermeisterin eine Übung im ehemaligen Bundeswehrgelände.

Ziel der 24-Stunden-Wache ist nach Worten von Eberns Feuerwehrkommandant Markus Appel unter anderem die Teambildung unter den Jugendlichen, so können sie sich besser kennen lernen, und natürlich die Ausbildung sowie das Verhalten im Einsatz. Die Mädchen und Jungen wurden unter anderem in Kartenkunde, dem Errichten von Ölsperren, in der Befreiung von Unfallopfern aus zerstörten Fahrzeugen, im Funkwesen und in der Fahrzeugkunde geschult.

Die Theorie wurde immer wieder unterbrochen von Ernstfalleinsätzen. So musste beispielsweise eine verletzte Person aus einer Wasserzisterne mithilfe der Drehleiter gerettet und ein Vermisster nach Gasaustritt aus einem Keller befreit werden. Des Weiteren galt es, nach einem Verkehrsunfall eingeklemmte Personen aus einem Auto zu befreien; bei diesem Szenario wurden den Jugendfeuerwehrlern Schritt für Schritt erklärt, wie eine technische Rettung mit Rettungsschere und -spreizer vor sich geht, es wurden die Holme der Karosserie durchtrennt und das Dach abgenommen.

Bewältigt werden musste dann gegen 22 Uhr ein Brand in der alten Schule in Fischbach; hier galt es einen Löschangriff zu meistern. Schließlich wurden die Jugendlichen in der Nacht einmal aus dem Schlaf gerissen: Um 2 Uhr wurden sie zum Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes alarmiert und mussten dabei eine dynamische Situation bewältigen: Während der Landung stürzte der Hubschrauber ab und ging in Flammen auf.

Michael Will, Neue Presse

 

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