24 Stunden Übung 2011

Mehrere Einsatzzenarien mussten von den Angehörigen der Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet von Ebern am Wochenende bewältigt werden. Sie rückten im Rahmen einer 2-Stundenübung zu einem durch einen Baum getroffenen PKW aus, zu einem Lkw-Brand, zu einem umgekippten Anhänger und es galt eine verwirrte Person zu suchen.

 

"Zum sechsten Mal führen wir eine 24-Stundenübung durch", sagte David Pfeufer, Jugendwart der Feuerwehr Ebern bei der Begrüßung des Feuerwehrnachwuchses am Samstagvormittag am Feuerwehrgerätehaus in Ebern. Zwei Stunden Theorie standen an, bevor es eine Stärkung für die anstehenden Einsätze gab. Unfallverhütungsvorschriften, allgemeine Verhaltensregeln und Fahrzeugkunde standen auf dem Programm.

 

Um 13 Uhr wurde zum ersten Einsatz alarmiert. In Heubach war nahe dem Haus der Bäuerin ein Baum auf einen PKW gestürzt in dem eine Person eingeklemmt wurde. Außerdem war Öl von dem beschädigten Pkw ausgelaufen. "Bei den heutigen Übungen kommt es nicht darauf an, dass alles möglichst schnell geht, sondern dass die Jungfeuerwehrleute überlegen wie sie sinnvoll und effektiv an die Aufgaben herangehen", sagte Markus Appel, Kommandant der Feuerwehr Ebern. So waren auch alle 40 jungen Nachwuchskräfte, darunter 18 Mädchen, zusammen angerückt, um von- und miteinander unter Anleitung erfahrener Feuerwehrkräfte zu lernen. Max Wüstenberg und Stefan Göttel waren beim Einsatz in Heubach als Gruppenführer eingeteilt, die von Jonas Ludewig Instruktionen erhielten.

Zunächst wurde der verunfallte PKW stabilisiert und dann der Baumstamm mit vereinten Kräften vom Auto entfernt. Der verletzte Fahrer mit einer Schutzplane abgedeckt, bevor sich die Jungfeuerwehrleute mit Rettungsschere- und Spreizer ans Werk machten. Die Kinder und Jugendlcihen im Alter von zwölf bis 17 Jahren konnten abwechselnd die Schneide- und Spreiztechnik üben. "Sie werden schnell feststellen, dass sie nicht gegen sondern mit den Geräten arbeiten müssen", erläuterte Kommandant Markus Appel. Was er damit sagen wollte, wurde gleich deutlich, als einer der Einsatzkräfte beim Einsatz der Rettungsschere durch deren Kraft gegen den PKW gedrückt wurde. "Die technischen Geräte müssen möglichst so angesetzt werden, dass die Kraft auf den Fahrzeugholm wirken und nicht auf den Bediener", so Appel. Mit vereinten Kräften und mit Tipps der Ausbilder gelang es schließlich im Teamwork das Dach von dem verunfallten PKW zu trennen und den verunglückten Fahrer zu retten. Für den Aufbau dieses Szenarios waren David Pfeufer und Manuel Prediger verantwortlich. Die Jugendlichen waren bei ihrer Arbeit sichtlich angespannt und es wurden doch viele Fehler gemacht. "Wenn man das mit Abstand sieht werden Fehler ganz offensichtlich, aber im Einsatz passiert das halt mal", sagt Kommandant Markus Appel. Wichtig ist es deshalb im Anschluss das Szenario durchzusprechen und gemachte Fehler aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten zu benennen, was nach jedem Einsatz durch die Verantwortlichen und Jugendwart David Pfeufer erfolgte.

"Wichtiges Gebot ist es den jugen Menschen zu vermitteln, dass die eigene Sicherheit und Gesundheit hohe Priorität hat", erläuterte Kommandant Markus Appel. Dazu gehöre unbedingt eine gute Schutzausrüstung und beim Arbeiten mit Rettungsschere- und Spreizer immer ein Schutzhelm mit Gesichtsschutz. "Mir selbst ist einmal passiert, dass ein Metallstück genau auf Augenhöhe gegen den Gesichtsschutz flog und auf diesem einen tiefen Kratzer hinterließ. Nicht auszudenken, wenn so was ins Auge geht."

Michael Will, Neue Presse

 

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